3 DZ
V7
EXtreme Lite Lenticularsoftware von Digi_Art

Polska
Wersja
Das
Programm 3 DZ V7 EXtreme Lite ist speziell an den Bedürfnissen der
Werbetechnik
ausgerichtet. Es erlaubt die Erstellung von Lenticularbildern bis zu
einem
Format von 1200 x 2400 mm und ist unter anderem angepasst an folgende
Lenticularfolien und -Platten: 10 LPI, 20 LPI, 30 LPI, 62 LPI und 75
LPI.
Bis
zu 10 Frames (Bilder) können zu 3D Bildern oder Flips
(Wechselbildern)
verarbeitet werden.
Das
Programm ist einfach strukturiert und gibt genau die Schritte vor, in
denen man
von den Quellbildern bis zur druckfertigen Datei gelangt. Die fertige
Datei
importiert man in ein herkömmliches Grafik- oder
Bildbearbeitungsprogramm und
druckt das entstandene Lenticularbild aus. Dabei müssen die von
der
Software
vorgegebenen Größenangaben des Bildes übernommen werden.
Technische
Voraussetzungen:
- Windows
XP und höher
- genügend
freier Festplattenspeicher (bei großformatigen Bildern
können
Dateien über 100 MB entstehen)
- hochwertiges
Papier (am besten Fotopapier) oder Folien
- Druck
mit höchster Druckerauflösung
(Die Auflösung des Druckers bestimmt unter anderem über die
zu
verwendenden
Lenticularfolien und die Qualität des dann entstehenden
Lenticularbildes. Siehe
dazu Abschnitt Druckqualität
am Ende dieser Anleitung.)
Kurzanleitung
Machen
Sie die notwendigen
Projekteinstellungen.
Laden
Sie dann die
Quellbilder, beim ersten Bild beginnend.
3D Bilder
Bei
3D Bildern muss das erste Bild das Bild des linken Auges sein. Die
Kamera geht
also von links nach rechts.
Bei
Drehtelleraufnahmen, drehen Sie das Objekt bei stehender Kamera im
Uhrzeigersinn um sein Zentrum.
Mit
Hilfe des Layer-Moduls können Sie
aus
2D Bildern unkompliziert 3D Bilder
erstellen.
Machen Sie dazu die
nötigen
Projekteinstellungen. Wählen Sie idealer
Weise die höchste Anzahl von Quellbildern.
Gehen Sie dann auf „Layer“.
Für die Nutzung des
Layer-Moduls
benötigen
Sie ein Hintergrund-Bild und 2
Objekte, die auf Ebenen vor dem Hintergrund gestellt werden. Zu den
beiden
Objekten benötigen Sie Masken, die nur das zu druckende Objekt
sichtbar
werden
lassen. Der schwarze Rest des Bildes wird beim Druck transparent.
Auf
der Installations-CD finden Sie unter Images\Layer – Aquarium Dateien,
die Sie
zum Verständnis des Prinzips nutzen können.
Flip
Bei
Wechselbildern aus 2 Phasen können Sie ein neutrales Zwischenbild
einsetzen, um
die Phasen besser zu trennen. Ein 2er Flip würde dann aus 3 Frames
bestehen.
Die
Druckhöhe wird
automatisch aus dem Seitenverhältnis des ersten Quellbildes
ermittelt.
Sie
brauchen also nur die gewünschte Druckbreite einzustellen.
Der
"Render"
Button ist normalerweise grün umrahmt. Die Umrahmung wird rot,
wenn
Windows
nicht genügend Speicher zur Verfügung stellen kann, um das
komplette
Resultat
im RAM zu berechnen. Das Programm rechnet das Bild dann direkt in eine
Datei,
was entsprechend länger dauert.
Der
Pitchtest wird
automatisch in 5 Frames für die von Ihnen eingestellte Breite in
einer
Höhe von
15 cm erzeugt. Die Auflösung ist 0,01 LPI in +-5 Streifen um den
eingestellten Ausgangswert
herum.
Die
Resultatbilder haben
allseitig eine 3 mm starke Justierhilfslinie. Diese Linie liegt
innerhalb der
eingestellten Breite.
Programmdetails

Machen Sie zuerst die
Projekteinstellungen.
1. LPI
der Folie wählen und
feinjustieren.
Bestimmen
Sie den
exakten LPI Wert
mit dem Pitchtest.
2. Anzahl der
Quellbilder festlegen
(maximal 10). Bei 3D nehmen Sie mindestens 6.
3. Druckbreite
einstellen.
Die
Druckhöhe wird
automatisch aus
dem Seitenverhältnis des ersten
Quellbildes
ermittelt. Die
maximale Druckbreite ist 1,2 Meter.
Bei 62 und
75 LPI
Folien wird die Menge
der ladbaren Quellbilder und die
Druckbreite vom
System soweit
reduziert, wie es erforderlich ist,
um das
Resultat im RAM
berechnen zu
können.
4. Linsenlage
festlegen. (Die
ergänzenden
Hinweise 3D und Flip sind nur Empfehlungen. Allerdings sollte eine
senkrechte
Linsenlage für Flips
nur gewählt
werden, wenn der normale Betrachtungsabstand vom ertigen
Bild deutlich
über 1 m
betragen wird.)
5. Das Output
Format ist in dieser
Version auf bmp festgelegt.

Detaillierte
Anweisungen sind ins Programm eingebunden.

Sie
müssen den ganz genauen LPI Wert Ihrer Lenticularfolie kennen.
Der
Wert
entspricht nicht der Herstellerangabe. Er ist von vielen variablen
Umständen
abhängig.
Temperatur,
Lagerbedingungen, Eigenheiten Ihres
Druckers,
Betrachtungsabstand. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Pitchtest.

Nachdem
alle Einstellungen gemacht sind, laden Sie die Bilder. Es
können 24 Bit
RGB Bilder im bmp, jpg oder tif Format geladen werden.
Nachdem
die Bilder geladen sind, sehen Sie eine animierte Vorschau.
Klick
auf RENDER startet die Berechnung. Output Format ist bmp.

Ein
Info Fenster zeigt Ihnen, wie Sie das Resultatbild zu drucken haben.
Es
ist von äußerster Wichtigkeit, dass Sie diesen Angaben
genau folgen!

Layer
Modul
3D
Bilder können aus mehreren übereinander liegenden 2D Ebenen
aufgebaut
werden.
Die Inhalte der Ebenen werden systematisch gegeneinander verschoben und
erzeugen so den Raumeindruck.
Gehen
Sie so vor:
Machen
Sie zuerst im Hauptmodul alle für 3D erforderlichen
Einstellungen.
Klicken
Sie auf LAYER.

Das
Layer Modul öffnet sich.
Es
können 3 räumliche Ebenen angelegt werden.
Die
erste Ebene ist der Hintergrund in der Bildtiefe.
Die
mittlere Ebenen liegt genau auf der
Bildebene.
Die
dritte Ebene im Raum davor.

Laden
Sie Bilder und Masken.
Die
schwarzen Anteile der Maske machen die Ebene transparent.
Halbtöne
erzeugen
Halbtransparenzen.

Depth
= Tiefe
Die
beiden senkrechten Linien in der animierten Vorschau begrenzen die
maximal
erlaubte Weite der Verschiebung. Stellen Sie DEPTH also so ein, dass
keine
Ebenen sich um einen größeren Betrag seitlich verschiebt,
als diese Linien angeben. Diese Linien beschreiben das absolute
Maximum.
Es
ist richtig, den Bereich nicht ganz auszunutzen (ideal sind 50 %).
Grundsätzlich führt geringere Tiefe auch zu schärferen
Lenticularbildern.
Der
Rahmen im Vorschaubild zeigt das Resultat nach Beschnitt.
Der
Beschnitt erfolgt automatisch. Er ist notwendig, weil sich durch
das Verschieben der Ebenen leere Bereiche im Hintergrund ergeben.

Wenn
die animierte Vorschau ok ist, klicken Sie auf RENDER FRAMES.
Die
3D Sequenz wird berechnet und ans LITE Hauptmodul übergeben.

Berechnen
Sie hier jetzt das Lenticularbild wie üblich, d.h.
über
„Render“.

Pitchtest
Lenticular
Folien bestehen aus einem Feld von Zylinderlinsen und werden nach
Anzahl der
Linsen pro Inch (LPI) beschrieben.
Zwischen
der LPI Angabe des Herstellers und der wirklichen Anzahl der
Linsen gibt
es einen Unterschied. Diese Abweichung ist einerseits
produktionsbedingt, aber
auch von Lager- und Verarbeitungsbedingungen abhängig.
Eine
als 60 LPI spezifizierte Folie kann in der Praxis durchaus z.B.
60,41 LPI
oder auch 59,8 LPI haben, das ist "normal".
Dieser
scheinbar kleine Unterschied ist für das Druckresultat von
außerordentlich
großer Bedeutung und muss unter allen Umständen berücksichtigt
werden,
um ein gutes Lenticularbild zu bekommen.
Machen
Sie also den im Programm enthaltenen Pitchtest sehr
sorgfältigt. Er bestimmt
den genauen Linsenabstand.
Optischer
Pitch
Beachten
Sie, dass es einen Zusammenhang zwischen Betrachtungsabstand
und LPI
Wert gibt. Für größeren Abstand ist der Wert
größer als für kleineren
Abstand (Größenordnung
x/100). Dies hat damit zu tun, dass Sie aus kürzerer Distanz in
einem
anderen
Winkel auf die äußeren Linsen des Bildes sehen, als aus der
Ferne. Je
näher Sie
an der Folie sind, umso "spitzer" schauen Sie auf die
äußeren Linsen.
Die
Konsequenz daraus ist, dass Sie das Interlacebild geringfügig
unter den
äußeren
Linsen deplazieren müssen, um vom Zentrum aus sehend einen
einwandfreien Effekt
auch an den Seiten zu haben. Mit dem Pitchtest ermittel Sie diesen Wert
bis auf
1/100 LPI genau. 3DZ V7 berechnet darauf hin das Resultatbild in
absolut
richtiger Größe.
Die
Beurteilung des Pitchtest-Resultats muss also immer aus dem bevorzugten
Betrachtungsabstand
für das fertige Lenticularbild erfolgen.
Physikalischer
Pitch
Je weiter
Sie vom Bild entfernt sind, umso rechtwinkliger schauen Sie
auf alle
Linsen der Folie. Ein aus fernem Betrachtungsabstand (>5 Meter)
beurteilter
Pitchtest, zeigt ein Resultat, das nahe am physikalischen Pitch ( dem "wirklichen", messbaren Linsenabstand)
entspricht.
Das
Pitchtestbild erzeugen Sie in 3DZ V7 LITE mit Klick auf "Pitchtest
durchführen". Dazu wird eine BMP-Datei erzeugt, die – wenn Sie
nichts
anderes vorgeben – im Ordner „Pitchtest“ des Programms „3DZ Extreme V7
Lite“
abgelegt wird. Parallel dazu wird eine TXT-Datei erzeugt, die die
Angaben zur
Druckgröße des Pitchtests enthält.
Die
BMP-Datei wird in ein Grafik- oder Bildbearbeitungsprogramm importiert
und nach
Einstellung der erforderlichen Druckausgabegröße ausgedruckt.
Auswertung
Justieren
Sie den Pitchtest-Druck mit Hilfe der äusseren
Justierlinien
so zur
Folie, dass Streifenbild und Linsen absolut parallel laufen.
Am
Rand des Drucks lesen dann einfach den korrekten LPI Wert ab.
Der
korrekte Wert ist dort, wo der Testsreifen bei Kippen des Drucks
über die
ganze Breite gleichförmig von schwarz nach weiss wechselt.
Im
Beispiel hier also im 11. Streifen von oben.

Wichtig
Drucken Sie
den Pitchtest mit dem gleichen Drucker und den gleichen
Einstellungen und auf das gleiche Papier (oder Folie) mit dem Sie auch
das
Resultat erstellen wollen. Nur so sind die Messergebnisse
übertragbar
und
verbindlich.
Druckqualität
Die
(Pixel)Größe eines Lenticularbildes wird durch drei Faktoren
bestimmt:
1.
verwendeter Linsentyp (LPI)
2.
Anzahl der Quellbilder (z.B. 10 bei 3D oder 2 bei Flip).
3.
Druckgröße (d.h. der Gesamtanzahl der Linsen auf der
Druckfläche)
Die
Standardgröße eines Lenticularbildes in Pixeln ergibt
sich aus der
Rechnung:
LPI x Quellbilder x Druckgrösse in
Zoll. Es liegt bei dieser Rechnung unter jeder Linse je ein Pixel eines
jeden
Quellbildes.
Wenn
(z.B.) ein 3D Bild (10 Frames) mit 40 LPI für eine
Druckgrösse von
20 Zoll
(ca 50 cm) gemacht wird, dann wird es, nach oben stehender Rechnung,
8000 Pixel
breit* sein (*die Linse verläuft senkrecht bei 3D).
Wenn
Sie das Bild so drucken wollen, dass alle Pixelinformationen
verlustfrei dargestellt
werden, müssen Sie es mit 8000 Pixeln pro 20 Zoll (= 400 Pixel pro
1
Zoll)
drucken. (Das sind bei 4 Farben = 1600 dpi)
Wenn
Ihr Drucker in der Lage sein sollte 800 (statt 400) Pixel pro Zoll
zu
drucken, dann könnten Sie entweder eine Linse mit doppeltem
LPI-Wert
nehmen,
die Anzahl der Quellbilder verdoppeln oder von jedem Frame nicht eins,
sondern
zwei Pixel unter jede Linse legen (Vervielfältigungsfaktor).
In
allen Fällen würde das Druckbild schärfer und
detailreicher. Die
Vervielfältigungs-Methode ist der in der Praxis gangbare Weg, weil
Anzahl der
Frames und verwendete Folie in aller Regel durch andere Bedingungen
feststehen.
Das
Quellbildmaterial muss den oben formulierten Bedingungen
entsprechen.
Wenn unter
jeder Linse des Drucks je ein Pixel eines jeden Quellbildes
liegen
soll, dann muss die Auflösung jedes Quellbildes der Anzahl der
Linsen
entsprechen.
Bei
einem 3D Bild mit 40 LPI also 40 Pixel pro Zoll Druckbreite. Das
wäre der minimale
Standard.
Wenn
(bei entsprechender Druckerkapazität) unter jeder
Linse des
Drucks
zwei (oder mehr) Pixel eines jeden Quellbildes liegen sollen, dann muss
die
Auflösung jedes Quellbildes der Anzahl der Linsen entsprechen (wie
oben),
multipliziert mit dem Vervielfältigungsfaktor. Die
Qualität
wäre spürbar
besser.
Die
Leistungsfähigkeit des Druckers in Verbindung mit der
Grösse der
Quellbilder bestimmt letztlich also die mögliche (bzw. sinnvolle)
Qualität des
Lenticular Interlacebildes. Beides muss aufeinander abgestimmt sein.
Es
macht nämlich keinen Sinn, ein Lenticularbild mit sehr hoher
Auflösung
zu
berechnen und es dann beim Ausdruck auf die Fähigkeiten des
Druckers
runter zu
skalieren. Qualitätsgewinne würden durch
Interpolationsverluste wieder
aufgehoben. Ebenso unsinnig ist es, ein gering auflösendes
Lenticularbild mit
einem hochauflösenden Drucker zu besserer Qualität drucken zu
wollen.
Es
macht andererseits genauso wenig Sinn, von kleinen Quellbildern
ausgehend, ein
hochauflösendes Lenticularbild zu berechnen, selbst wenn man es
hochauflösend
drucken könnte. Es würden dann nämlich die Quellbilder
schon im
Interlaceprozess
hoch skaliert werden, was natürlich ebenfalls nicht zu einer
faktischen
Qualitätsverbesserung des Resultats führen kann.